Neubau Wetterradarturm

Mit dem Neubau eines Wetterradarturms in Petersaurach wird eine Lücke im bundesweiten Wetterradarnetz des Deutschen Wetterdienstes geschlossen. Das Bauwerk dient der hochauflösenden Erfassung meteorologischer Daten und stellt eine wesentliche Grundlage für präzisere Wettervorhersagen und Unwetterwarnungen in der Metropolregion Nürnberg dar.

Es handelt sich um eine Bundesbaumaßnahme, welche nach RB Bau abzuwickeln ist.

Fischer Planen und Bauen ist als Generalplaner durch das Staatliche Bauamt Ansbach beauftragt, das Ingenieurbauwerk zu planen und dessen Errichtung zu überwachen. Als Fachplaner sind neben der Architektur die Fachbereiche Tragwerksplanung, Technische Ausrüstung Lüftung sowie Elektro, Brandschutzplaner, SiGEKo, Bodengutachter und Vermesser involviert. Das Bauwerk unterliegt auf Grund seiner Gebäudeklasse der Prüfpflicht hinsichtlich der Tragwerksplanung und des Brandschutzes.

Der Standort befindet sich auf einem bewaldeten Grundstück der Bayerischen Staatsforsten. Die Planung und Umsetzung des Projekts waren geprägt von umfangreichen genehmigungsrechtlichen, naturschutzfachlichen und technischen Anforderungen. Neben der Einbindung zahlreicher Fachbehörden waren insbesondere Vorgaben aus dem Sonderbaurecht, dem Brandschutz sowie dem Natur‑ und Artenschutz zu berücksichtigen.

Stahlgittermast Wetterradar Deutscher Wetterdienst
Betriebsraum Wetterradarturm Petersaurach

Das Bauwerk ist als Stahlgittermast mit klar gegliederter Funktionsaufteilung konzipiert. Im Sockelbereich befindet sich ein Technik‑ und Anschlussraum, darüber ein Betriebsraum für die technischen Anlagen sowie die Radomebene zur Aufnahme der Radarantenne. Umlaufende Plattformen, Treppenanlagen und ein Aufzug ermöglichen Wartung und Betrieb der Anlagen unter sicheren Bedingungen.

An die Tragkonstruktion bestehen höchste Anforderungen. Die im Turmbau sonst übliche Beweglichkeit des Bauwerks muss auf minimalste Schwankungen reduziert werden, um die Funktionstüchtigkeit des Radoms bzw. der Wettermessungen zu gewährleisten. Technische Anlagen, Sicherheits‑ und Brandschutzkonzepte sowie die Erschließung wurden integrativ geplant und auf eine hohe Ausfallsicherheit und langfristige Nutzung ausgerichtet. Die Außenanlagen beschränken sich auf die funktional erforderlichen Flächen; temporär beanspruchte Bereiche werden nach Abschluss der Bauarbeiten renaturiert.

Betriebsraum Wetterradarturm Petersaurach
Stahlgittermast Wetterradar Deutscher Wetterdienst

AUFGABE

  • Neubau eines Wetterradarturms als Generalplaner zur Schließung einer Versorgungslücke im Wetterradarnetz
  • Umsetzung eines technisch hoch spezialisierten Sonderbaus
  • Umsetzung eines anspruchsvollen architektonischen Gesamtkonzepts im Spannungsfeld höchster statischer Anforderungen
  • Berücksichtigung umfangreicher genehmigungs‑, natur‑ und sicherheitsrechtlicher Vorgaben

LÖSUNG

  • Entwicklung eines klar strukturierten Stahlgittermasts mit integrierter Funktionsgliederung
  • Planung eines wartungs‑ und betriebssicheren Bauwerks mit langfristiger Erweiterungsfähigkeit
  • Integrative Abstimmung von Architektur, Tragwerk, Technik und Außenanlagen

LEISTUNG

  • Architektur und Generalplanung
  • Koordination aller Fachplanungen (Tragwerk, TGA, Brandschutz)
  • Steuerung des Genehmigungsverfahrens für den Spezialbau
  • Begleitung der Umsetzung und Qualitätssicherung

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