Umbau und Modernisierung Gebäude G10
Der Umbau des Gebäudes G10 in Herzogenaurach wurde von Fischer Planen und Bauen als Generalplaner über die Leistungsphasen 1–8 umgesetzt.
Ziel der Maßnahme war die umfassende Modernisierung einer Produktionshalle aus den 1950er Jahren sowie die Schaffung der baulichen Voraussetzungen für den Einbau einer neuen automatisierten Produktionslinie. Die Bereitstellung der Halle erfolgte unter einem eng getakteten Terminrahmen, sodass die Anlagenmontage planmäßig zwölf Wochen nach Baubeginn starten konnte.
Im Zuge der Bestandsanalyse zeigte sich, dass die vorhandene Bodenplattenkonstruktion aus zwei übereinanderliegenden Platten die zukünftigen Lasten nicht aufnehmen kann. In Teilbereichen wurde daher ein vollständiger Rückbau der Altplatten durchgeführt – einschließlich fachgerechter Asbestsanierung – und durch eine neue, tragfähige Stahlbetonbodenplatte ersetzt.
Parallel wurden sämtliche Bestandsleitungen zurückgebaut, die elektrische Infrastruktur vollständig erneuert und die lüftungstechnischen Anlagen an die Anforderungen der neuen Produktionsprozesse angepasst.
Die angrenzenden Bürobereiche wurden vollständig entkernt, neu strukturiert und mit Doppelbodensystemen neu ausgestattet, um eine flexible und zukunftssichere Versorgung der Arbeitsplätze zu gewährleisten.
Innerhalb der Produktionshalle erfolgte eine umfassende Sanierung der Oberflächen. Decken, Wände und das Stahltragwerk wurden überarbeitet und mit neuen Beschichtungen sowie Korrosionsschutzsystemen versehen. Der Hallenboden erhielt eine ableitfähige Industriebeschichtung mit integrierten Farb- und Funktionsmarkierungen. Ergänzend wurden in den Zugangsbereichen absenkbare Schwerlast-Bodenbürsten eingebaut, um den Schmutzeintrag in sensible Produktionsbereiche zu reduzieren.
Eine bestehende Waschanlage blieb während der gesamten Bauzeit in Betrieb und wurde baulich von den Maßnahmen getrennt. Im Außenbereich wurden neue Vordächer für die An- und Ablieferung errichtet sowie Materialschleusen zur Steuerung der internen Logistik ergänzt.
Auf dem Dach wurde das bestehende Oberlicht durch ein modernes Polycarbonat‑Oberlichtband ersetzt, das Funktionen für eine Schönwetter-Lüftung, die Entrauchung und die Wärmeabführung integriert hat.
Parallel zur baulichen Umsetzung wurden umfangreiche brandschutztechnische Maßnahmen realisiert, darunter neue Türen, Leitungsabschottungen sowie eine Sprinkleranlage für den mehrgeschossigen Hallenbereich.
Die vorbereitenden Maßnahmen für die Anlageninstallation wurden fristgerecht abgeschlossen. Die verbleibenden Arbeiten konnten parallel zur Montage der Produktionslinie durchgeführt und vor deren Inbetriebnahme vollständig abgeschlossen werden. Die Maßnahme wurde terminlich und wirtschaftlich im Sinne des Bauherrn umgesetzt.
AUFGABE
- Umbau und Modernisierung einer Produktionshalle im Bestand
- Voraussetzungen für eine automatisierte Produktionslinie
- Umsetzung bei laufendem Betrieb einzelner Anlagenteile
LÖSUNG
- Rückbau und Neubau tragfähiger Bodenplatten inklusive Asbestsanierung
- Erneuerung der technischen Infrastruktur und Anpassung der TGA
- Neuorganisation von Produktions- und Büroflächen
- Integration von Logistik-, Schleusen- und Schutzsystemen
LEISTUNG
- Generalplanung über die Leistungsphasen 1–8
- Objektplanung Architektur
- Planung und Koordination der Technischen Gebäudeausrüstung
- Tragwerksplanung für Bodenplatten und Bestandsanpassungen
- Brandschutzplanung und -koordination
- Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordination (SiGeKo)
- Bauüberwachung bei laufendem Betrieb







